Auch im Studium kann es immer wieder passieren, dass uns die nackte Mathematik begegnet und wir uns damit auseinander setzen müssen. Wer als Student oder Studentin unter Dyskalkulie leidet, hat die allergrößten Probleme, mathematische Sachverhalte auch nur annähernd verstehen zu können.
Betroffene können über Stunden hinweg lernen und verstehen dennoch nicht die Zusammenhänge. Wer unter Dyskalkulie leidet, kann oft nicht einmal die einfachsten Grundlagen der Mathematik verstehen, da sich die Zusammenhänge nicht erschließen lassen. In Studiengängen die mit Mathematik in Berührung kommen, kann diese Schwäche im Verstehen der Mathematik eine große Hürde, wenn nicht manchmal sogar ein Hindernis werden. Fächer wie BWL oder VWL leben von Statistiken, Zahlen und Kurvenberechnungen. In der Psychologie werden ebenso viele Statistiken erhoben, berechnet und ausgewertet, um wissenschaftliches Arbeiten zu fördern.
Ein Mathematikstudium sollte mit Dyskalkulie vermieden werden, ebenso ungünstig ist Physik aber auch in Chemie muss viel gerechnet werden und abstraktes Denken ist oft erforderlich. Eine psychologische Förderung, ein Coaching und spezielle Nachhilfe können die Dyskalkulie bei Studenten positiv beeinflussen und in vielen Fällen verbessern. Wer aufgrund der Erkrankung Prüfungen nicht besteht oder nicht teilnehmen kann weil er mehr Zeit zum Lernen benötigt, sollte einen Antrag auf Härtefallprüfung stellen, sich beim ASTA melden und psychologische Hilfe in Anspruch nehmen. Auch mit Dyskalkulie soll ein Studium erfolgreich abgeschlossen werden können und niemand aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen der Bildung entfremdet werden.
Sehr wichtig für Betroffene ist, offen über die Problematik sprechen zu können und sich mit dem Problem nicht zu verstecken. Wer darüber spricht, welche Thematik das Studium blockiert, erfährt in der Regel viel Hilfe und Unterstützung von allen Seiten: vom Partner, der Familie, Freunden und Studenten und von den Professoren, denen viel daran liegt, interessierte Studenten zu fordern und zu fördern, um den wissenschaftlichen Nachwuchs auszubilden. Dyskalkulie ist kein Grund sich zu verstecken, sondern an sich zu arbeiten, zu seinen Fehlern zu stehen und die eigenen Stärken zu betonen, um mit diesen im Studium und im weiteren Leben punkten zu können.
Bild oben: © photosteve101 – Flickr.com


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